Dienstag, 30. Oktober 2007

Kranke TV-Serien

Untertags flattern meist so viele medizinischen Pressemeldungen auf meinen Schreibtisch, dass ich manchmal froh wäre, am Abend nichts mehr darüber hören zu müssen. Dem ist aber nicht so. Denn neuerdings folgen mir medizinische Fachbegriffe sogar bis nach Hause - genauer gesagt bis auf meine Fernsehcouch! Denn meine Kinder gehören zu den über 6 Millionen Zuseher, die sich jede Sendung von „Dr. House“ reinziehen. Sagen Sie mal, kennen Sie diese Fernsehserie? Schnell beschrieben: Es handelt sich dabei um einen TV-Arzt, der ein besonderes Wissen und Gespür für die Diagnose außergewöhnlicher Krankheitsbilder hat. Und er verhält sich häufig seinen Patienten gegenüber respektlos und zynisch. Dem nicht genug. Sind auch noch seine Therapievorschläge provokativ. Kurz: Mir dreht es den Magen um, wenn ich die Sendung sehe. Doch meine Kinder lieben sie. Auf meine Frage „Warum?“ erklärten sie mir, dass sie es besonders lustig fänden, dass sie kein Wort verstehen würden. Und eigentlich aber doch. „Das ist wie in einem englischsprachigen Film, bei dem du nur anhand von Bilder verstehst worüber es geht. Bei Dr. House siehst du einen Hautfetzen, hörst ein kompliziertes medizinisches Wort dazu und weißt bescheid. Mami, ausserdem geht es gar nicht darum, ob der Patient wieder gesund wird. Sondern um ein Puzzle. Wenn der Arzt das Puzzle zu spät löst, stirbt der Patient. Das ist urspannend“ Naja, das ist ja nun nicht mehr wirklich weit entfernt vom realen Leben.

Dienstag, 23. Oktober 2007

Haben-Wollen

Neue Begriffe gibt es ja heute so viele. Am meisten beeindruckt mich dieses neuentstandene Wort ”Haben-wollen“, welches mir aber eigentlich so gar nicht liegen mag. Ein Hauch von Neid und Kommando weht da mit. Finden Sie nicht? Neulich las ich das Wort “Haben-Wollen sogar in einer Modezeitschrift, als Headline. Kurz - es geht darum, was man nicht hat, will man haben. Und wer will das nicht? Ich schon. Ich wüsst genug, was ich gerne haben will, was ich nicht habe. Und nicht haben kann. Ausserdem früher hieß es meist: „Ich würde so gerne das oder jenes haben?“. Zeiten ändern sich eben! Und in der Kürze liegt die Würze bekanntlich. Warum ich mir darüber Gedanken machte, fragen Sie sich jetzt vielleicht? Nun meine lieben Kinder nervten mich neulich echt ein wenig zu viel. Zu oft fielen die Worte "haben wollen“ und "ich will“ und zu oft gaben sie "ich will nicht“ von sich. Mir riss der Geduldfaden. Es folgte meine übliche für die Kinder nervende Moralpredigt. Abschließend sagte ich Ihnen, dass es Ihnen sichtlich viel zu gut gehen würde. Ernsthaft und nostalgisch erinnerte ich sie an die armen Kinder vor 100 Jahren, die hart arbeiten mussten und nichts zu essen und zum Anziehen hatten und nicht in die Schule gehen durften. "Aber Mami!“ konterte darauf meine Tochter schlagfertig. "Wer sagt denn, dass es uns heute gut geht? In 50 Jahren leben wir vielleicht noch viel besser und blicken auf heute zurück und sagen: "Mein Gott, wie arm wir doch damals waren“! Die kindliche Überlegung fand ich gar nicht so schlecht. Warum nicht? Zeiten ändern sich eben!

Montag, 1. Oktober 2007

Spurensuche mit GPS

„Siehst du! Hättest du dir jetzt ein Navi-Gerät angeschafft, würden wir hier nicht stehen“, sagte meine Schwester letztens, als wir zum Begräbnis unserer Tante fuhren und uns höllisch verfahren hatte. Der Friedhof war ja aber auch so ziemlich der Entlegenste, den ich je besuchen musste. Und meine Schwester fuhr mit mir in meinem Auto mit. Ihr Navigationsgerät war somit nicht da und mein guter, alter Stadtplan musste nun herhalten. Sogleich begann also eine wilde Diskussion unter uns beiden. Ja gut, sie hatte recht: Innerhalb weniger Jahre ist GPS alltäglich geworden. Und es stimmte, kaum jemand steigt heute noch ohne Navi ins Auto. Und auch Radfahrer und Wanderer möchten schon gar nicht mehr darauf verzichten. Und es ist ja toll, dass es mittlerweile sogar GPS-Tracker gibt, mit denen sich Schulkinder, Hunde, Autos oder Frachtcontainer problemlos verfolgen lassen. Also mag es ja schon sein, dass ich mit meinem Stadt-Land-Planer in Papierform altertümlich denke. Aber - ach! Hab ich Ihnen schon erzählt, dass meine Schwester ihr Auto deswegen nicht benutzen konnte und mit mir mitfuhr, weil irgendjemand Böser in der Nacht ihre Autoscheibe eingeschlagen hatte um das Navi-Gerät zu stehlen? Um ihr Auto und das Navi zu schützenl, muss sie nun das neue Gerät beim Aussteigen immer in der Handtasche verstecken. So läuft das eben heutzutage mit der Spurensuche. Infos: www.elektor.de

Sonntag, 23. September 2007

Zeit stehlen ist "in"

Pünktlichkeit ist die Kunst, richtig abzuschätzen, um wieviel sich der Andere verspäten wird. Stammt leider nicht von mir, sondern vom amerikanischen Entertainer Bob Hope. Könnte aber von mir stammen. In der derzeit herrschenden Zeitnot ist es nicht immer einfach pünktlich zu sein. Sie wissen doch - alles muss schnell gehen. Wir rasen durch den 24 Stunden Tag mit einem ernormen Tempo. Wer zu spät dran ist, hat bereits etwas verpasst. Die Zeitgewinner wie der Computer, das Internet, das Handy, die Fernsteuerung, das multifunktionale Küchengerät, der Suppenwürfel, die Klettverschlüße,.. sind im Vormarsch. Und haben dazu geführt, dass wir überall erreichbar, immerzu am Sprung und uns permament in Aktivität und Aufmerksamkeit befinden. Letztens ist mir aufgefallen, dass ich mich bei Terminen bereits kaum mehr langfrisitg festlegen will, um nicht dauernd aufwändig neu zu planen. Ich befinden mich also sozusagen stetig im "stand-by-modus", also im "stets zu Diensten"-Modus. Um meinen Energie- und Zeithaushalt zu schonen? Ja aber was bringt mir das denn alles? Ganz einfach: Noch weniger Zeit. Wo doch alle versprachen, dass die techischen Fortschritte uns das Leben vereinfachen würden. Ein Schmarrn ist passiert. Immer komplizierter wird das Leben. Also eigentlich sollte wirklich nicht nur auf Zigarettenschachteln, sondern auch auf vielen Geräten klar und deutlich stehen: "Dieses Gerät kann Ihnen werrtvolle Lebenszeit stehlen". Wie habe ich letztens in der September-Ausgabe der Zeitschrift "Psychologe heute" treffend dazu gelesen: "Es sieht danach aus, dass unser Leben eine Zeitsparveranstaltung wird. Aber es wäre fatal, wenn wir vergaßen, dass das Leben, wie es auch immer gelebt, wird, eine Veranstaltung mit tödlchem Ausgang ist."

Freitag, 21. September 2007

Sackerl-Beschäftigung

Sackerln bzw. Tüten haben in Wien seit ein paar Monaten eine neue Bedeutung. Genau genommen, seit dem 4. Oktober 2006. Da startete die echt wienerische Aktion "Nimm ein Sackerl für mein Gackerl". Was das ist? Mehr als 30.000 Wiesenstecker wurden von den Wiener StadtgärtnerInnen in ganz Wien aufgestellt . Überall wo man mit Hund hinkommen könnte und in Sachen Entsorgung der Hinterlassenschaften seines Vierbeiners gestärkt werden muss, findet man sie. Also in Parks, Blumenbeeten und Grünstreifen entlang von Straßen. Auf diesen Wiesensteckern befindet sich das Bild eines kleinen, süßen Hundes mit Glupschaugen. Ein Jack-Russell-Terrier, wer es genau wissen möchte. Im Maul hält er eine Tafel, auf der steht eben "Nimm ein Sackerl für mein Gackerl". Ehrlich, als Hundehalterinnen unseres lieben Redaktionsmaskottchen in Gestalt eines Hundes, kurz auch "Wuschel" genannt, finde ich die Idee großartig. Endlich kann ich nichts mehr falsch machen. Muss mich nicht mehr anpöpeln lassen. Ich muss nur ein Sackerl bei mir haben. Und dieses natürlich auch gebrauchen, wann immer "Wuschel" mal muss. Selbst wenn ich nichts ausser dem Schlüssel um den Hals trage - in der Hosentasche steckt ein kleines Sackerl für Notfälle. Alle Jackentaschen sind gefüllt mit Sackerln, auch die meiner Kinder. Der Spruch "Hast ein Sackerl" hat bereits Trendcharakter. Mehr noch: Eine wahre "Sackerl-Manie" hat sich entwickelt. Als Hundebesitzer braucht es keine großartige Kommunikation mehr, um sich als solcher auszuweisen. Der Vorweis und auch nur die kurze Erwähnung des Wortes "Sackerl" genügt schon vollkommen. Und sobald der "Sackerlspender" in der Hundezone neu aufgefüllt wird, scharen sich gleich die Hundehaltermassen rund um den Automaten. Ich konnte heute Gott-sei-Dank gleich zehn Stück in Vorrat ergattern. Ganz schlimm ist es aber, wenn die freundliche Verkäuferin im Supermarkt mich an der Kasse fragt, ob ich "ein Sackerl bräuchte". Da zucke ich immer zusammen.
Und was sagt unser "Wuschel" dazu? Der ist von der Kampagne gegen Hundekot schwer geschockt. Das Sujet mit dem plastifizierten Jack-Russell-Terrier läßt ihm im wahrsten Sinn des Wortes die Haare zu Berge stehen. Seit gestern gibt es nämlich jede Menge neue Hunde, die im Gras hocken und unseren Wuschel immer gleich blöd angaffen. Und jedesmal schreckt es ihn und er knurrt. "Wo kommen die alle bloß her? Warum bewegen die sich nicht?" scheint er sich zu denken. Nun gut. Damit sich "Wuschel" an das Kampagnenmaskottchen gewöhnt, habe ich vor, heute zu dem Betreiber der Aktion im achten Wiener Gemeindabezirk zu gehen und einen Kampagnen-Hund für daheim zu holen. Angerufen habe ich schon. Ich muss ihn nur mehr abholen. Heute bis 15 Uhr hieß es. Also Sie sehen: Sackerln können einem schon ganz schön beschäftigen.

Samstag, 1. September 2007

Seien Sie mit mir GUT DRAUF im September

Jünger wer’ ma’ nimma...
Nein, natürlich nicht. Und dass man älter wird, das lassen einem Kinder kräftig spüren. So meinte letztens meine Tochter etwa: “Mami, alte Leute sagen immer dass früher alles besser war. Du erzählst uns auch dauernd etwas über die guten alten Zeiten. Komisch dass alte Leute das immer machen müssen.“ Ein paar Tage später unterhielten wir uns dann über den kommenden Schulwechsel meiner Tochter in eine höhere technische Lehranstalt. Ich erzählte ihr, dass ihre Tante auch gerne in solch eine Schule gegangen wäre und einen technischen Beruf ergriffen hätte, aber dass das damals für Mädchen nicht möglich war. Dass Frauen überhaupt erst seit 110 Jahren studieren dürfen und dass es einfach noch gar nicht so lange her ist, dass für Frauen viele Jobs nicht zur Auswahl standen. Nein, das konnte meine Tochter dann kaum glauben und sie sagte nur: “Also warum erzählst du uns dann immer von den guten alten Zeiten eigentlich?

Aussteigen bitte!
Wenn Sie von der Straßenbahn oder vom Bus aussteigen wollen, welchen Weg wählen Sie da? Die Ausstiegstüre nehme ich an? Würde ich auch tun. Ein wahrer Notfall müsste mich schon dazu zwingen, mal durchs Dach auszusteigen. Und so sollte es eigentlich auch bei der Ankunft unserer Babys gehandhabt werden. Das Gegenteil ist aber der Fall. Immer öfters wird der Bauch aufgeschnitten, um das Baby im Notausgang abzuholen. “Tatsache ist, dass der Kaiserschnitt in den letzten 10 Jahren verniedlicht wurde.“ so Renate Grossbichler, Präsidentin des Österr. Hebammengremiums. Jedes vierte Kind kommt bei uns mittlerweile per Kaiserschnitt zur Welt. Die Operationsrate hat sich um mehr als 30 Prozent erhört. Doch ohne triftigen medizinischen Grund sollte kein Baby durchs Dach aussteigen müssen. “Der Kaiserschnitt soll dem medizinischen Notfall vorbehalten bleiben,“ so auch die WHO. Ein hervorragender Wegweiser zu dem Thema bietet das Buch “Der Kaiserschnitt hat kein Gesicht,“ erschienen im Verlag Edition Riedenburg. 162 Kaiserschnitt-Mütter und 156 geburtshilfliche ExpertInnen aus Österreich, Deutschland und der Schweiz sprechen darinnen ihre Meinungen, Gefühle, Erfahrungen, Ängste und Hoffnungen bezüglich Kaiserschnitt offen aus. Infos darüber auf www.kaiserschnitt-buch.de.

Wenn Sie von mir noch mehr lesen wollen – z.B. über Sprücheklopfer, Hotlines zum Heißlaufen, den Ironman oder Hoffnung, Heilung, Leben, den Mief im Klassenzimmer, das Spiel mit Technik, keine Modemuffeln und wie Mütter in den Schulferien als Top-Managerinnen Karriere machen – und noch besser Gut Drauf sein wollen, dann holen Sie sich die neue Ausgabe des Magazins „Das Grüne Haus“ im Zeitschriftenhandel oder auf http://www.gruenehaus.at
Oder Sie schreiben mir an happytalk@gesundheitswelten.com

Bis bald, liebe Grüße
Happy Evelyne

Freitag, 13. Juli 2007

Gut drauf im Juli

ENDLICH IST ES SOWEIT
Der Jahresurlaub steht vor der Tür! Für Sie auch? Und meistens bedeutet dies vor allem eins: Ab in die Sonne! Ich drücke mich normalerweise lieber vor der Sonne. Und trotzdem und vielleicht gerade deshalb habe ich es geschafft, bei der Gartenarbeit einen mörderischen Sonnenbrand am Rücken zu bekommen. Während ich hier in den Computer tippe, schält sich unaufhaltsam die Haut unter der Rücklehne ab. Es brennt, juckt und schmerzt. Ach hätte ich bloß….Nein, ich habe nicht. Ich habe zwar in der letzten Ausgabe von „Das Grüne Haus“ selber ganz toll darüber geschrieben, wie man sich einschmieren soll, aber ich selber habe mich nicht darum gekümmert. Einfach vergessen darauf habe ich. Ich reihe das unter Verbrennung ersten Grades aufgrund von Verblödung zweiten Grades. Weil erstens kümmere ich mich wie ein Haftelmacher bei meinen Kindern, dass sie ihre Haut eincremen und ich selber mache das bei mir nicht. Und zweitens habe ich es nicht einmal gemerkt und auch nachher die Haut mit nichts behandelt. Viel zu spät habe ich mir ein kühlendes und feuchtigkeitsspendendes Aloe Vera Gel dann auf die verbrannte Haut gegeben. Tja, wie heißt es so schön: Aus Schaden wird man klug.

SCHILDKRÖTENGEHEIMNISSE
Hektik und Zeitmangel sind bereits so feste Bestandteile unserer Gesellschaft, dass es vollkommen normal ist, ständig irgendetwas zu tun zu haben. Und aus Angst etwas zu verpassen, ist man immer am Sprung und schafft dennoch nicht alles. Mir geht es zumindest so. Ihnen auch? Multitasking nennt man es dann, mehrere Dinge gleichzeitig tun zu können. Wer diese Eigenschaft besitzt, gilt heutzutage als effizient und ökonomisch. Toll, dass da nur bei so wenigen von uns mal die Speicherplatte durchbrennt und das System abstürzt im Sinne eines Burn-Out-Syndroms. Ach ja, so manches mal wünschte ich mir schon, ich könnte mal mit unserer Schildkröte tauschen. Sich selbst in richtigen Zeitpunkt zurückziehen, sich sammeln und innerlich zur Ruhe kommen. Einfach einmummeln, einen Gang runter schalten und trotzdem beharrlich seine Ziele erreichen. Nicht umsonst ist die Schildkröte in der Yoga-Philosophie das Symbol für die Verbindung mit der innersten Kraft und dem höchsten Bewusstsein. Also von Schildkröten kann man zweifellos so Einiges lernen. Was alles, das vermitteln Aljoscha Schwarz und Ronald Schweppe in ihrem neuen Buch “Die 7 Geheimnisse der Schildkröte“. Mit unterhaltsamen Geschichten von einer Schildkröte werden 7 Kernsätze zur inneren Gelassenheit spannend und unterhaltsam aufbereitet. Mithilfe von Übungen lassen sich die Lektionen sogar im Alltag leicht umsetzen. Und man lernt so, Langsamkeit als eine der größten Stärken zu erkennen, Geborgenheit in sich selbst zu finden und sich auf eine Sache zu konzentrieren. Das Einzige, was Sie dabei leider nicht lernen, ist, wie Ihnen der Panzer wächst. Erschienen im Lotos-Verlag. ISBN 3-7787-8196-8.

SCHLAPFEN MIT BISS
Eigentlich hätte ich mir schwören können, dass ich das Plastikklumper nie anziehen würde. Aber es kam natürlich ganz anders. Jetzt habe ich welche, noch dazu in rosa und bin total begeistert: Von meinen Crocs! Ursprünglich als Wassersportschuhe konzipiert, erobern sie seit einiger Zeit nach und nach die Herzen von Fashion Victims, Promis und Gesundheitsfanatikern gleichermaßen. Hollywoodstars wie Al Pacino, Jack Nicholson, "Desperate Housewife" Teri Hatcher, Drew Barrymore oder Fashion Ikone Nicole Kidman gelten als Crocs Fans der ersten Stunde. Bei mir hat es erst 5 Jahre später gefunkt. Dachte ich bisher doch, dass dieser Kunststoffschuh einfach nur trendy ist und als letzter Schrei meinen Füßen sicherlich nicht gut bekommt. Da dachte ich aber falsch. Die Schuhe sind nicht nur superleicht und einfach zu pflegen, sondern obendrein auch weich, bequem, rutschfest, sorgen für ein angenehmes Fußklima. Sind dazu resistent gegen Bakterien und Fußgeruch und stimulieren auch noch die Blutzirkulation. Und der orthopädische Absatz und die eingebaute Unterstützung für das Fußgewölbe und -wurzel positionieren den Fuß genau richtig für einen ultimativen und gesunden Tragekomfort. Mit ein Grund, warum auch Orthopäden mittlerweile auf Schuhwerk von Crocs schwören. Ideal für alle, die jeden Tag lange auf den Beinen stehen und deshalb einen komfortablen und leichten Schuh brauchen. Der Börsenwert des Unternehmens ist übrigens alles andere als leicht. Mit rund 1 Mrd. US-Dollar gilt er als höchster Wert, den je ein Schuhhersteller verzeichnen konnte. Weitere Informationen: www.the-original.at und www.jibbitz.com

TRI-TRA-TRALLALA.....
Sie pfeifen auf Reclamheftchen Spielpläne? Und Pseudo-Politstatements von Hütern des konventionell-akademischen Theaterbetriebes? Sie nehmen postdramatische Diskurse eher als Tranquilizer denn als sinnlich-orgiastisches Erlebnis wahr? Wenn Sie dazu noch dem standardisierten Mainstream-Amüsiertheaterangebot widerstehen wollen, dann sind Sie reif für den Rabenhof. Mehr als 50.000 Zuseher fanden in der vergangenen Saison ihren Weg in dieses kleine Wiener Gemeindebautheater. Besonders erwähnenswert hierbei das Programm: “Beim Gusenbauer!“ Als kleiner Vorgeschmack darf ich Ihnen die Ankündigung des neuen Programms zitieren: “Nach einer sensationellen kabarettistischen “Regierungszeit” im Frühjahr 07 mit 31 ausverkauften Vorstellungen in der Rabenhof Republik wird der “Kanzler der Herzen“ ab 28. September 2007 die Sommerpause beenden und seine Amtsgeschäfte in aktualisierter Form und mit erhöhter Frauenquote (Andrea Kdolsky und Eva Glawischnig) mit dem Programm “Jetzt erst recht!“ wieder aufnehmen.“ Klingt doch vielversprechend, oder? Und ein Plus-Zuckerl soll es angeblich auch noch geben: Gusis Künstlerüberraschungsfreund aus den USA! Den Original Wiener Praterkasperl mochte ich ja bereits als Kind sehr. Umso netter finde ich es nun, dass es ihn in ausgewachsener Form weiter gibt. Und ehrlich, wenn wir schon sonst derzeit mit unserer neuen Regierung nicht viel zu lachen haben, in diesem Kabarett lachen Sie garantiert Tränen. http://www.rabenhof.at/ und http://www.maschek.org/

VON WEGEN LUSTIG
Alle reden über Komatrinken, Kampftrinken und Alkoholmißbrauch unter Jugendlichen. Dass der Alkoholkonsum bisher bagatellisiert wurde und dadurch sei Alkohol für Jugendlichen auch viel leichter verfügbar als früher. Schlimm genug, dass es so ist. Aber noch schlimmer finde ich, dass der häufige Trinkgrund “Alkohol macht lustig“ ein Märchen ist, welches sich trotz der vielen öffentlichen Diskussionen weiter aufrecht hält. Denn Alkohol macht uns sogar alles andere als lustig. Im Gegenteil, er macht uns ganz schön humorlos. Trinker verlieren nämlich offenbar die Fähigkeit, Witze zu verstehen. Das berichteten die Neurowissenschaftlerin Jennifer Uekermann von der Universität Bochum kürzlich aufgrund eines Tests mit 29 gesunden und gleich vielen alkoholkranken Personen. Sie präsentierte den Testpersonen einen Witz mit vier möglichen Pointen, von denen nur eine sinnvoll und lustig war. Die Alkoholiker wählten deutlich öfter eine falsche Pointe als die gesunden Testteilnehmer. Auch bei weiteren Fragen zum Humorverständnis schnitten sie schlechter ab. Also von wegen lustig! (Quelle: "Diabetiker Ratgeber" 5/2007)

"ICH HAB'S IM KREUZ"
Ein scheinbar harmloser Aufprall. Ein schneller Peitschenschlag. Und schon ist die Halswirbelsäule lädiert. So schnell ging das kürzlich bei meiner Schwester. Es folgten endlose Schmerzen, elendslange Arztbesuche, etliche Physotherapiestunden und Massagen und ein sechswöchiger Totalarbeitsausfall. Um ihr in dieser Zeit ein wenig helfen zu können, erkundigte ich mich und tauchte ein, in die Welt rund um unser hochkomplexes Meisterwerk, das so manche technische Konstruktion in den Schatten stellt: Den Rücken bzw. die Wirbelsäule. Und siehe da, ein Mysterium offenbarte sich mir. Egal wohin ich kam, immer hieß es “Ja, Rückenschmerzen habe ich auch.“ Und das über alle Altersgruppen hinweg. Sichtlich reicht nur ein fuzzikleines Element an der Wirbelsäule, welches nicht reibungslos funktioniert, und schon kommt das gesamte System ins Trudeln und wehrt sich mit schmerzhaften Signalen. Eine Umfrage zeigte, dass der Satz "Ich hab's im Kreuz", mit Abstand die häufigste Klage in den Arztpraxen fällt. Denn sage und schreibe 45 Prozent der in dieser Umfrage interviewten 4.000 Menschen litten zum Zeitpunkt der Befragung an Rückenschmerzen. Ängstigen tut sich aber kaum jemand davor. Stattdessen fürchten sich 73 Prozent vor einem Herzinfarkt 59 Prozent. Und nur weniger als die Hälfte der Befragten - nämlich 40 Prozent - haben Angst vor Rückenschmerzen.
(Quelle: Allianz Private Krankenversicherungs-AG)

KÜHLPACKUNG FÜR DAS GEHIRN
Gähnen Sie derzeit auch so viel? Die Hitze macht echt müde. Wissen Sie warum wir eigentlich gähnen? Ich dachte immer, ein Sauerstoffmangel im Blut würde das Gähnen hervorrufen. Diese These wurde aber widerlegt. Gähnen dient vielmehr der Aufmerksamkeitssteigerung. Zu diesem Schluss kommen Wissenschaftler der State University of New York at Albany. Sie meinen, dass das Gähnen eine Wärmeaustausch-Funktion besitzen würde. Das soll so funktionieren: Durch das Einatmen von kühler Luft beim Gähnen werde der Temperaturhaushalt im Gehirn reguliert und somit die Bedingungen für optimale Leistungsfähigkeit geschaffen. "Gähnen ist nicht wie man meinen könnte ein Zeichen von Gelangweilt-Sein oder Schlafen-Wollen. Wir gehen davon aus, dass durch die temperaturregulierende Funktion des Gähnvorgangs die Aufmerksamkeitsfähigkeit sogar gesteigert wird", so die Studieninitiatoren Andrew und Gordon Gallup. Also wenn Sie fit bleiben wollen, legen Sie sich einfach ein Kühlpäckchen an die Stirn. So brauchen Sie sich von Gähnern nicht mehr anstecken lassen müssen und können ihr "normales" Gähnverhalten einfrieren. (Quelle: www.epjournal.net)

“GIB IHNEN WURZELN, WENN SIE KLEIN SIND
UND GIB IHNEN FLÜGELN WENN SIE GROß WERDEN“
Dieses Sprichwort über Kinder fand ich total schön. Ich las es neulich in einer Zeitschrift, welche im Bogi Poark herumlag. Ein Riesengroßer Indoor-Spielplatz am Rande von Wien. Lauter kleine Knirpse liefen vor meinen Füssen herum, hintennach robbten deren Eltern. Und meine großen Kids waren irgendwo verschwunden. Gerade in dem Moment, in dem ich mir dachte, wie wenig sie mich doch heute schon brauchen, schoss es mir durch den Kopf, wie sehr sie mich doch derzeit eigentlich auch noch brauchen. Als sie noch kleine Kinder waren, benötigten sie klare Anweisungen und Grenzen, um Halt und eben Wurzeln zu finden. Heute als Jugendliche wollen sie davon nichts mehr wissen. Sie werden flügge, aber noch brauchen sei die größeren Flügeln - und statt feste Regeln jede Menge überzeugende Argumente. Das macht es für mich spannender, aber nicht weniger anstrengender. Denn in Debatten schlagen mich meine Kinder nun mit meinen eigenen Worten. Doch es geht dabei dann gar nicht um “Kopfschach“, wie ich manche unserer Aussprachen so gerne betitle. Die Psychotherapeutin und Erziehungsberaterin Ursula Neumann hat dazu einmal nett formuliert: “Erziehung geht nicht zwischen zwei Köpfen vor sich, sondern zwischen den Herzen von Eltern und Kindern. Genau darum geht´s!