Mittwoch, 19. März 2008

„Was? Ostern ist schon wieder?

Der Weihnachtsmann und Osterhase geben sich ja heuer beinahe die Klinke in die Hand.
Also habe ich mit den Kids zu Hause alle Vorbereitungen schon früher als sonst getroffen. So wurde bereits im Februar die Wohnung mit selbst gebastelte Ei-Dekorationen geschmückt.
Eine Aufgabe, bei der alle mithelfen mussten: Da wurde gefärbt, gekleckst und um die Wette gepinselt und so entstanden wieder tolle Kunstwerke.
Ehrlich, was wäre das Osterfest ohne Kinder? Und ohne ihren glücklichen Gesichtern, wenn sie im Garten und Haus mit lautem Geschrei die Osternester vom Osterhasen finden?
Heuer hatte mein kleiner Neffe die tollste aller Ideen: Er malte eine Zeichnung mit den willkommenen Suchplätzen für den herannahenden Osterhasen.
Ob sich den sein Navigationssystem wohl noch auf die Schnelle beeinflussen lässt...? Na das bezweifle ich.
Aber ich werde ihm in seinen Löffeln flüstern, dass er dafür mal nächstes Jahr die Sucherei ein wenig dynamischer gestalten könnte. Beispielsweise mit einer Schnitzeljagd.....
Also kurz und gut: Von allen Festen finde ich, dass das Osterfest ein besonderer Höhepunkt ist. Denn das ist nicht nur ein witziger Family-Spaß, sondern gleichzeitig wird auch der Beginn des Frühlings gefeiert. Und das macht es doppelt schön.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen nun ein frohes Osterfest und viel Spaß beim Eiersuchen!

Donnerstag, 13. März 2008

Nachträgliches zum Weltfrauentag

Als Frau, Journalistin, Partnerin und nicht zuletzt Mutter - und als solche Familienmanagerin, Erzieherin, Köchin, Pflegerin, Wäscherin, Psychotherapeutin - hab ich ihn doch leider glatt versäumt.
Den internationalen Tag der Frauen, am 8. März.
Wissen Sie, da hatte ich nämlich mit meinen vielfältigen Funktionen einfach so viel um die Ohren, dass ich ihn verschlief.
Dabei brannte es mir doch so sehr unter meinen Fingernägeln, Ihnen ein paar Gedanken zum Weltfreuentag zu schreiben. Genauer gesagt, über die blöden Stereotypen über Frauen und Männer in der Medienwelt.
Als Journalistin könnte ich Ihnen jede Menge Erlebnisse erzählen, aber da reicht der Platz selbst hier im Internet nicht aus.
Also machen wir es kurz und einfach.
Wo stehen wir? Wir Frauen? Schlagen Sie doch bitte die heutigen Zeitungen und Magazine auf. Wo steht da etwas über Frauen? Wie wird über sie berichtet, wie oft und wo ist eine Frau in welcher Position mit welcher Kleidung und in welcher Größe und Position abgebildet und wird Ihre Funktion und Ihr Titel genannt?
Sie werden beobachten wie frauenfrei die Blätter sind oder wie schmückend Frauen oft an der Seite eines Mannes dargestellt werden und wie schön ihr Wasserfall-Dekollete aussehen kann.
Nein, nein, ich bin nicht neidisch auf die Männerdominanz, ich würde nur auch mal ganz gerne einen Mann mit nacktem Oberkörper in der Zeitung sehen.
Also im Ernst: Frauen dürfen keine Konkurrenz zu Männern sein.
Wir Frauen sind super und sollten einfach nur zu gleichen Teilen unsere Gesellschaft bereichern, Entscheidungen treffen und Meinungen in den Medien bilden dürfen wie Männer.

Sonntag, 2. März 2008

Burnout-Sex-Syndrom

Kondomhersteller haben es gut. Sie müssen sich kaum mehr etwas Neues einfallen lassen. Wollen sie auf sich aufmerksam machen, funktioniert das am besten mit einer Studie. In dieser befragen sie dann jede Menge Männchen und Weibchen, wie es mit ihrem Sex so klappt. Und sensationellerweise lautet das Ergebnis alljährlich gleich: „In Österreichs Betten herrscht mehr Frust als Lust.“ So auch wieder bei der letzten Sex-Studie: Nur 43 Prozent der Frauen und Männer sind mit ihrem Sexleben vollkommen zufrieden. Weltweit haben der Umfrage zufolge doppelt so viele Männer wie Frauen regelmäßig einen Orgasmus. Das diesbezügliche Verhältnis zwischen Männern und Frauen steht sogar gar bei 84 zu 37 Prozent. Am häufigsten zum Höhepunkt kommen laut Umfrage Menschen über 65 Jahren.
Laut der Studie erwies sich Kommunikation in der Partnerschaft einmal mehr als guter Ratgeber für ein erfülltes Sexleben. Der Wiener Sexualtherapeut Bernhard Ludwig glaubt, dass nicht zuletzt die Hektik des Alltags schuld an der Flaute in Österreichs Betten ist: "Was im Berufsleben als Burnout-Syndrom diagnostiziert wird, macht sich nun auch im Schlafzimmer breit. Die Zeit für die Liebe wird knapp", so der Experte.
(Quelle: Sexual Wellbeing Global Survey)

Mittwoch, 20. Februar 2008

Wie eine Wii?

Eine „Wii“ schmückt seit einiger Zeit das strahlende Aussehen unseres Fernsehers. Wie eine Wii? Kurz erklärt, dabei handelt es sich um das ultimative Hightech-Gerät als Spielkonsole: Anstatt auf der Couch zu lümmeln und das Geschehen am Fernseher im Sitzen zu steuern, ist für die Kids nun Bewegung pur angesagt. Beim Tennis-, Golfspielen, Baseball, Boxen oder Bowling müssen sie nun den „Wii“-Fernbedienung wie beim realen Sport schwingen. Das ist nicht nur ein Hit für meine lieben Kinder und deren Muskeln. Das Konzept findet auch außerhalb des Wohnzimmers Anklang. In den USA beispielsweise setzen immer mehr Pflegeheime auf die Konsole. Ergänzend zu etablierten Heilmethoden sorgen „Wii“-Spiele beim Training vor allem für Spaß und Motivation. Laut Therapeuten lässt die Freude am Spielen sogar die Patienten ihre Schmerzen vergessen. Und das Work-Out an der Konsole sei eine verspielte Weise Bewegungsabläufe, Koordinationsvermögen und motorische Fähigkeiten zu üben. Na, das finde ich echt toll! Lediglich verdutzt war ich kürzlich, als meine Kinder meinten sie würden mir gerne die Kochsimulation „Cooking Mama“ für die „Wii“ schenken. Mit der Begründung: „Das ist etwas für dich, Mami, da kannst du dann auch etwas spielen und Knödeln mit der Fernbedienung formen!

Montag, 4. Februar 2008

Schluckerl, Stückerl, Futzerl,...

Eine heisse Diskussion entfachte neulich bei uns im Büro. Wir sprachen über die österreichische Rechtschreibung und Grammatik und starteten bei dem Wort "Glumpat". Oder heisst es gar "Klumpert" oder "Glumpert"? Kurze Zeit später landeten wir bei dem Wort "Krimskrams", also unnützes Zeug oder besser gesagt "Kramuri".
Schwelgten dann aber weiter über "Mischmasch" bis hin wie wir doch alle "meschugge" sind und blieben dann aber endgültig hängen bei den österreichischen Masseinheiten.
Keine leichte Angelegenheit, wahrlich, ich sage es Ihnen und wage gleich zu behaupten, dass es nur wenige Sprachen gibt, die so unverbindliche Maßeinheiten hervorgebracht hat, wie unsere Österreichische.
Kennen Sie beispielsweise die Aufforderung: Noch ein Wengerl? Also z.B. ein Wengerl sitzen, ein Wengerl da zu bleiben, noch ein Wengerl lustig zu sein? Ja? Vielleicht finden Sie daran auch gar nichts Bemerkenswertes mehr. Noch dazu wo sich dieses Wengerl auch ausreichend von "ein Wenig" herrührend erklären lässt.
Aber schwelgen wir doch weiter zum Weg. Also wenn der Weg breit ist, ist er ja auch gleichzeitig lang, oder? Als Beispiel: "Heast, wo woast denn? - Na des woar a brader Weg!"
Und wie ist das wenn jemand bei einem auf einen "Hupfer" vorbeischaut? Hier stört es niemanden, wenn das auch erst in zwei Stunden ist.
Schwieriger wird es mit den Maßeinheiten jedoch, wenn jemand um ein "Euzerl" daneben liegt. Kann man zum Beispiel auch um zwei "Euzerl" daneben liegen? Waren in grauer Vorzeit einmal 10 Euzerl? Und gibt es die eine Euz?
Und wie groß ist ein "Futzerl"? Wann mutiert es zum "Eckerl" und wann zum "Stückerl"?
Und warum ist ein "Flascherl" Wein in Österreich meistens ein Doppelliter?
Puh, an der Stelle haben wir dann die Diskussion aufgegeben und sind hitzig in die Redaktionsküche gelaufen, um ein "Schluckerl" Wasser zu uns zu nehmen. Naja, so genau weiß ich das nun auch nicht mehr. War es nicht vielleicht doch ein "Tröpferl" oder ein "Tropfen" Wasser? Oder sprechen wir nun von einem ganzen "Glaserl"?

Montag, 28. Januar 2008

So soll man leben...

...sich impfen lassen soll man, ausreichend schlafen soll man, nicht rauchen und Alkohol trinken soll man und natürlich keine Drogen nehmen soll man und viel Bewegung soll man machen. Und vor allem soll man sich gesund ernähren. Natürlich wissen Sie das alles, sonst würden Sie sich für unsere gesunden Zeilen gar nicht interessieren. Aber wussten Sie auch, dass man nie mehr als 3 Bananen essen soll, weil vier Bananen zu einem Kaliumschock und letztlich zum Herzstillstand führen können? Oder dass man nie mehr als 25 Deka Kavier zu sich nehmen soll, weil das einen Eiweißschock bewirken kann? Ja selbst von Energy Drinks soll man besser die Finger lassen, da der hohe Kalziumgehalt eine Muskelstarre und in weiterer Folge einen Atemstillstand auslösen kann. Und sogar Mineralwasser kann gefährlich sein: Bei mehr als drei Liter bromhalten Mineralwasser besteht die Gefahr impotent zu werden. Letzteres trifft mich nun als Frau natürlich weniger hart. Aber ich möchte gar nicht wissen, wo und wann noch überall Gefahren lauern. Ist es nicht ein wahres Wunder, dass man noch lebt? Und das obwohl man ja meist gar nicht so lebt, wie man soll?

Dienstag, 15. Januar 2008

Warm-up und Cool down!

Kalt ist´s draussen und finster! Also es ist so richtig Winter, mit Schnee, wenig Sonne und eisigen Temperaturen. Alle Leute laufen dick vermummt und fest eingepackt durch die Straßen. „Gehen die alle hier zu einem Begräbnis? Die sind ja alle schwarz angezogen?“ fragte neulich meine Tochter. „Im Winter trägt man eher dünklere und warme Kleidung,“ bemerkte ich trocken dazu. „Na dann befindet sich die Stadt wohl in einem alljährlichen jahreszeitlichen Trauerzug?“ blinzelte sie mir aus ihrem rosa Wintermäntelchen keck entgegen. Was meine süße Tochter da so lieb von sich gab, hatte schon viel Wahres an sich. Ein klares Rot, Flaschengrün, Magenta oder Pink würde im weißen Schnee weitaus schöner herausstechen und uns die dunklen Tage um einiges farbenfroher gestalten. Stattdessen dominieren aber die Farben Moosgrün, Schlammbraun und das pfiffige Steingrau neben dem Alltagsschwarz. Warum bloß beginnen wir gerade in der düstersten Zeit modisch in den Tarnfarben des Braunkohlerevier herumzugrundeln?
Ein physikalischer Trick steckt dahinter, erklärte mir neulich eine Freundin dazu. Ein schwarzer Stoff hält warm, da mit dem Licht auch Energie transportiert wird und Schwarz das gesamte sichtbare Spektrum des Lichts schluckt bzw. absorbiert. Warm-up und Cool down steckt somit instinktiv in uns? Aber könnten wir uns dann nicht einmal etwas vom Eisbären abschauen?