Burnout-Sex-Syndrom
Kondomhersteller haben es gut. Sie müssen sich kaum mehr etwas Neues einfallen lassen. Wollen sie auf sich aufmerksam machen, funktioniert das am besten mit einer Studie. In dieser befragen sie dann jede Menge Männchen und Weibchen, wie es mit ihrem Sex so klappt. Und sensationellerweise lautet das Ergebnis alljährlich gleich: „In Österreichs Betten herrscht mehr Frust als Lust.“ So auch wieder bei der letzten Sex-Studie: Nur 43 Prozent der Frauen und Männer sind mit ihrem Sexleben vollkommen zufrieden. Weltweit haben der Umfrage zufolge doppelt so viele Männer wie Frauen regelmäßig einen Orgasmus. Das diesbezügliche Verhältnis zwischen Männern und Frauen steht sogar gar bei 84 zu 37 Prozent. Am häufigsten zum Höhepunkt kommen laut Umfrage Menschen über 65 Jahren.
Laut der Studie erwies sich Kommunikation in der Partnerschaft einmal mehr als guter Ratgeber für ein erfülltes Sexleben. Der Wiener Sexualtherapeut Bernhard Ludwig glaubt, dass nicht zuletzt die Hektik des Alltags schuld an der Flaute in Österreichs Betten ist: "Was im Berufsleben als Burnout-Syndrom diagnostiziert wird, macht sich nun auch im Schlafzimmer breit. Die Zeit für die Liebe wird knapp", so der Experte.
(Quelle: Sexual Wellbeing Global Survey)
1 Kommentar:
Interessant wäre zu wissen, warum nur 43% mit ihrem Sexleben vollkommen (wie wurde das in der Umfrage definiert?) zufrieden sind.
Sind diese Befragten deswegen zufrieden, weil sie regelmäßig Sex haben, sich ausreichend Zeit füreinander und beim Sex nehmen oder weil der PartnerIn auf die sexuellen Wünsche eingeht?
Wenn Frauen so selten zum Höhepunkt kommen, frage ich mich, ob sie unter den 43% der Glücklichen erfasst sind...oder sind das nur Männer?
Die Aussage von Bernhard Ludwig ist mehr als stimmig, neben der alltäglichen Hektik und Stress bleibt leider immer weniger Zeit und Ruhe für Zuneigung und somit Liebe.
HG, Tom
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