Dienstag, 15. Januar 2008

Warm-up und Cool down!

Kalt ist´s draussen und finster! Also es ist so richtig Winter, mit Schnee, wenig Sonne und eisigen Temperaturen. Alle Leute laufen dick vermummt und fest eingepackt durch die Straßen. „Gehen die alle hier zu einem Begräbnis? Die sind ja alle schwarz angezogen?“ fragte neulich meine Tochter. „Im Winter trägt man eher dünklere und warme Kleidung,“ bemerkte ich trocken dazu. „Na dann befindet sich die Stadt wohl in einem alljährlichen jahreszeitlichen Trauerzug?“ blinzelte sie mir aus ihrem rosa Wintermäntelchen keck entgegen. Was meine süße Tochter da so lieb von sich gab, hatte schon viel Wahres an sich. Ein klares Rot, Flaschengrün, Magenta oder Pink würde im weißen Schnee weitaus schöner herausstechen und uns die dunklen Tage um einiges farbenfroher gestalten. Stattdessen dominieren aber die Farben Moosgrün, Schlammbraun und das pfiffige Steingrau neben dem Alltagsschwarz. Warum bloß beginnen wir gerade in der düstersten Zeit modisch in den Tarnfarben des Braunkohlerevier herumzugrundeln?
Ein physikalischer Trick steckt dahinter, erklärte mir neulich eine Freundin dazu. Ein schwarzer Stoff hält warm, da mit dem Licht auch Energie transportiert wird und Schwarz das gesamte sichtbare Spektrum des Lichts schluckt bzw. absorbiert. Warm-up und Cool down steckt somit instinktiv in uns? Aber könnten wir uns dann nicht einmal etwas vom Eisbären abschauen?

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Ihre Tochter hat völlig Recht und hat den totalen Durchblick. Nur – die Eisbären sind bereits vom Aussterben bedroht und werden wohl auch bald Trauer tragen. Wobei ja in südlichen Ländern Weiß durchaus die Farbe der Trauerkleidung ist und demnach ist der Eisbär eigentlich schon seit seinem Launch auf das Aussterben ausgerichtet.