Samstag, 5. Mai 2007

Ganz Persönlich. Ratlose LehrerInnen

Anlässlich des bevorstehenden Muttertages kreisen mir so einige Gedanken im Kopf. Ist nicht Muttersein und Kindererziehung eine der wichtigsten Aufgaben in unserer Gesellschaft? Prägt sie nicht ganz wesentlich die Zukunft der Generation bzw. der Gesellschaft von morgen?
Als Elternvertreter in den Schulklassen meiner Kinder mache ich mir da derzeit so meine Sorgen. Viele Lehrerinnen und Lehrer leiden unter zu großen Klassen und zu kleinen Klassenräumen, mit schlechter und beschmutzter Ausstattung. Dann die ständigen neuen Vorgaben und Vorschriften der Vorgesetzten und Behörden (Berichtswesen, usw.). Aber das Riesenproblem: Die Anzahl der Problemschüler bzw. extrem schwierigen Schüler nimmt stetig zu.
Viele Lehrerinnen und Lehrer fühlen sich eingeengt in ihren erzieherischen und fachlichen Freiheiten und verstehen das Schülerverhalten nicht mehr: Fehlzeiten, Faulheit, Motivationslosigkkeit, Zwischenrufe, Nichtaufpassen, Nervereien, Disziplinlosigkeit, Nicht-gemachte-Hausaufgaben, fehlendes Arbeitsmaterial, Missachtung ihrer Anweisungen und eine unausstehliche Lautstärke. Professionelle Hilfe und Unterstützung und besonders Zeitreserven würden oftmals fehlen.
Also ehrlich, mit den Diskussionen rund um die Gesamtschule reden wir da aber ordentlich am Problem vorbei. Das Gebot der Stunde ist es doch mal die Anhebung des gesellschaftlichen Stellenwertes der Kindererziehung in Betracht zu ziehen.

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