Montag, 1. September 2008

Blödsinnige Artikeln

Heute las ich mein Lieblingsthema in einer Tageszeitung: Die HPV-Impfung. Der Konsum von Kaffee soll gegen den HPV-Virus helfen!

Und warum? Kaffee könne nämlich den Insulinanteil im Körper senken und dies könne auch das Risiko minimieren, an Gebärmutterhalskrebs zu erkranken. Das meinte das japanische Gesundheitsministerium aufgrund der Datenerhebung einer großen Studie. 
Also manche Journalisten verstehe ich nicht. Warum sie so einen Blödsinn nicht gleich im Papierkorb stopfen, sondern auch noch an die Leser weitergeben?
Ehrlich, solch ein Resultat kann doch kein Mensch bzw. kein Leser glauben? 
Niemand der einen gesunden Menschenverstand hat, kann doch das das ernst nehmen. 
Tun Sie das? Bitte sagen Sie nein. Denn wo würde bei solch einer Studie die Logik bleiben? Wieso soll so etwas überhaupt getestet werden? 
Wenn Sie wenigstens als Resultat geschrieben hätten, dass Frauen die drei Tassen Kaffee am Tag trinken, ein um 60 Prozent geringeres Gebärmutterhalskrebs-Risiko haben, weil sie rundum stressfreier und zufriedener leben und ihre Energie nicht dazu verwenden sich selbst abzukämpfen, sondern mit jeder Tasse Kaffee sich Gutes gönnen wollen und ordentlich Energie auftanken, und eigentlich und überhaupt...
Na, ich glaube ich muss schnell mal einen Kaffee trinken gehen und mich abreagieren.

Aber halt noch schnell: Was Sie lieber Leser mit als wahre und glaubhafte Information nehmen sollten: Eine Infektion mit HPV hat besonders bei Frauen unter 35 Jahren eine hohe Selbstheilungstendenz: 
Von 60 infizierten Frauen haben 59 die Infektion nach einem Jahr besiegt. Über 70 Prozent aller Frauen infizieren sich im Laufe ihres Lebens mit diesen HP-Viren. Und 80 Prozent aller Infektionen bleiben unauffällig und heilen ohne Therapie ab. 
So und jetzt gehe ich gemütlich Kaffe trinken...

Freitag, 29. August 2008

Es geht um unsere Zukunft...

Heute geht es um unsere Zukunft. Wann geht es nicht darum, werden Sie vielleicht denken?
Und ja, da haben Sie schon recht. Es geht doch wirklich immer um unsere Zukunft.
Die Frage stellt sich nur, ob diese auch immer geplant werden muss und besonders kann? "Planung ist das halbe Leben", meinen die einen. Andere wie Winston Churchill oder Peter Ustinov meinen wiederum: "Planung bedeutet, den Zufall durch den Irrtum zu ersetzen" Also......! Was denn nun...? Das Thema verfolgt mich derzeit von allen Seiten. Nicht nur dass tagtäglich jede Menge Meldungen bei mir hier in der Redaktion einlaufen mit Prognosen zukunftsorientierter Unternehmen. Alle wollen erzielbare finanzielle Überschüsse und die genaue Planung dafür umfasst mehrere Jahre. Da gibt es nicht nur eine Planung, sondern auch eine Prognose, eng gekoppelt mit Zukunftsdaten wie Bewertungs-, Bilanzierungstichtag und Planungszeitraum. Privat hörte ich letztens auch einmal, dass ich chaotisch wäre und mir die Planung fehlen würde. Also jetzt mal praktisch gedacht:  Da ist doch jede Planung, gemessen an der später eintretenden Wirklichkeit, falsch.  Die Frage ist nur, wie falsch? Gibt es denn die richtige Balance von Planung und Chaos? Ja, die gibt es. Denn ganz ohne Planung geht es nicht. Doch ich bin überzeugt: Der derzeitige extreme Zukunftsplanungstrend ist zu viel des Guten. Im Hinterkopf sollten wir stets bedenken, dass die Zukunft einfach nicht immer planbar ist. Aber sie ist wünschbar und voll neuer Hoffnungen und Ideen. Und Ideenfabriken entstehen immer aus einem Nichts nach dem Motto "Probieren über Studieren" bzw. einem "Einfach-nur-wild-drauf-los", versehen mit einem Patzen an Kreativität, und die......die entsteht immer nur an der Grenze zum Chaos, ganz ohne Planung!

Also: Auf in unsere Zukunft!

(QUELLE: www.prime.co.at)

Montag, 28. Juli 2008

Bankhofer-Hype: Schreib oder stirb

“Leben ist das was passiert, während du gerade dabei bist, andere Pläne zu schmieden” , hat John Lennon zu Lebzeiten einmal wunderschön formuliert.
Und wir wissen selber alle, wie schnell im Leben sich alles ändern kann.
Quasi über Nacht.
So hat es nun auch Prof. Bankhofer erlebt. Nach langjähriger Zusammenarbeit mit dem WDR wurde er über Nacht plötzlich hinauskomplimentiert. Anonyme Blogger warfen ihm Schleichwerbung vor, dokumentierten den Vorwurf gekonnt aufbereitet auf Youtube und sendeten vor sechs Tagen das Datenmaterial an den ARD, WDR, Das Erste, den Presserat, Werberat und an die deutschen PR Gesellschaft eV, die sich um die Wahrung des PR Codices kümmert.
Quasi über Nacht und als Bankhofer erwachte, war bereits ein großer Bankhofer Hype im Gange.
Stündlich ein neuer Bericht, ein neuer Blog. Die Homepage von Prof. Bankhofer www.prof.bankhofer.at bzw. www.prof-bankhofer.de erlebt explosionsartige Zugriffe.
Dass er keine Stellungnahme zu den Schleichwerbungsvorwürfen auf seiner Homepage gibt, war zu erwarten. Wer ihn persönlich kennt, weiß wie traurig, enttäuscht und sprachlos gerade Bankhofer über die ganze Sache nun ist.
Traurig und enttäuscht auch viele seiner Anhänger, seine Gegner und Neider dagegen hoch erfreut.
Wer in der Öffentlichkeit steht, hat natürlich nicht nur Freunde, sondern auch Feinde.
Wer dazu noch in Sachen Gesundheit öffentlich Meinung bezieht, umso mehr. Besonders wenn seine Aussagen nicht ins Konzept der „Evidence-Based-Medicine (EBM)“ passen.
Bankhofers Gesundheitstipps haben wohl kaum etwas mit den medizinischen Schlagwörtern „Qualitätssicherung“ und „Health Technology Assessment“ am Hut.
Wissenschaftliche Medizin steht im krassen Gegensatz zu intuitiver und erfahrensbasierter Medizin wie irgendwelche Melissen-Kräuterchen.
Denn empirische Forschungen belegen ganz genau, wie und wann und warum unser Körper auf welches Medikament reagiert - und zu reagieren hat.
Und systematische Fehler liegen im medizinischen Erkenntnisprozess vor, wenn Zuwendung, Aufmerksamkeit, Optimismus, Hoffnung und Vertrauen plötzlich Heilungserfolge zeigen.
Ich arbeite seit mehr als 14 Jahren als Journalistin im Gesundheitsbereich und kann nur eines sagen: Schreib oder stirb, lautet das Motto.
Nicht nur unter Journalisten wie Bankhofer.
Sondern auch Menschen in akademischen Disziplinen wie Mediziner und Wissenschafter stehen seit einigen Jahren unter steigendem Publikationsdruck.

Montag, 21. Juli 2008

Schuld und Sünde und Beichte...

Sommer ist draussen und in der Stadt nix los. Die Straßen hier in Wien sind beinahe leer.
Auch unser Redaktionshund wuschelt einsam und verlassen auf der Hundezone herum und wartet auf Spielgefährten.
Während ich auf einer Parkbank sitze und mit einer Freundin plaudere..... und plaudere..... und plaudere....
Und bei welchen Thema landen wir wieder einmal? Klar doch - wie immer bei unseren pubertierenden Kindern!
Doch diesesmal bekommt unser Gespräch einen wahrhaft tiefsinnigen "touch": Schuld und Sünde und Beichte.
Wow, was für drei schwerwiegende Begriffe. Meinen wir anfangs, doch dann stellen wir fest, dass alle drei längst an bedrohlicher Dimension verloren haben. Nix ist heut mehr so wie früher zu Großmutters Zeiten. Scheinbar haben uns Psychiater und Psychotherapeuten erfolgreich von Gewissensbissen und Schuldgefühlen befreit. Die moderne Hirnforschung tat dann noch den Rest und hält den Menschen prinzipiell ohnehin nicht für schuldfähig. Also "sündigen" wir heute bestenfalls noch, wenn wir ein Stück Torte essen oder ein Glas über den Durst trinken. Kirchenvertreter und Theologen beklagen bereits das Verschwinden der Sünde und meinen, dass viele Menschen kein Bewusststein mehr für richtig und falsch hätten.
Auch wenn ich die Begriffe "Schuld und Sünde und Beichte" in unserer freiheitlichen Gesellschaft nicht mehr sehr zeitgemäß finde. Der Wunsch nach Zuspruch der Vergebung und nach Erlösung von Schuld und anderen Lasten ist heutzutage größer denn je. Und er drückt so vielen von uns mit Schmerzen aufs Gewissen und auf die Seele.
Dabei sollte es nicht um die Pflege von Schuldgefühlen gehen. Sondern um das Eingestehen von Fehlern.
Wer Kinder hat, kommt nicht umher sich mit dem "Richtig und dem Falsch" und mit "Schuld und Sünde und Beichte" zu beschäftigen.
Das sind wir nicht nur unseren Kindern, sondern auch unserer nächsten Generation schuldig.
Denn: Zerstört ist schnell etwas.
Manches dauert ewig bis es wieder aufgebaut ist.

Mittwoch, 25. Juni 2008

Bambi ist krank

"Es war einmal im tiefen Wald als ein kleiner Hirsch namens Bambi geboren wurde. Schnell verbreitet sich die freudige Nachricht im Wald, und alle Tiere versammelten sich, um den jungen Prinzen zu begrüßen....“
Tränenbäche vergoss meine Tochter als sie den Walt-Disney-Zeichntrickfilm zum ersten Mal anschaute und sah wie Bambi durch die Kugel eines Jägers seine Mutter verlor.....schluchz!
So, drei Generationen hat es gedauert bis auch "Bambi" zu einer Krankheit mutieren musste.
Unter dem "Bambi-Syndrom“ versteht man einen kindlichen, idealisierenden Zugang zur Natur, der diese als verniedlichte Idylle versteht, in der es weder Unrecht noch Grausamkeit gibt und der die Gesetze, Notwendigkeiten und die Brutalität der Natur ausblendet.
Das Syndrom befällt neuerdings immer mehr Kinder. Besonders jene, die täglich mehrere Stunden in digitalen Fantasiewelten - vorm Fernseher oder Computer - und wenig in der frischer Waldluft verbringen.
Laut dem "Jugendreport Natur " hat heutzutage nur jeder dritte Schüler zwischen 12 und 15 Jahren jemals in seinem Leben einen Käfer oder Schmetterling auf der Hand gehabt.
Dadurch hat die Jugend von heute ein diffuses, verklärtes Bild der Natur, sieht den Wald als verletzliches, schutzbedürftiges Symbol schlechthin und hat eine "erlebnisfeindliche Naturmoral", so der "Jugendreport Natur".

Bitte, bevor Sie nun weiterlesen, lassen Sie sich diese Wörterkombination...."erlebnisfeindliche Naturmoral".... langsam auf der Zunge zergehen.

Jeder Zweite geht davon aus, dass im Wald grundsätzlich keine Blumen oder Beeren gepflückt werden dürften. 80 Prozent glauben, es sei verboten, Käfer, Regenwürmer oder Frösche in die Hand zu nehmen, so der Report weiter.
Also ich sage Ihnen was da krank daran ist: Krank ist dass kranke Krankheiten erfunden werden.
Denn irgenwann läuft jedem Menschen einmal ein Käfer übern Weg, steigt er unabsichtlich auf einen Regenwürmer oder sieht einen Frosch herumhüpfen.
Und spätestens dann ist das "Bambi-Syndrom" geheilt.

Samstag, 21. Juni 2008

Frauen und ihre Chips

Werbefuzzys haben das Thema schon massenweise verarbeitet: Männer und Frauen sind verschieden, die Evolution hat es so gewollt. So finde ich mich als Cyber-Wesen mit einem Multitasking-Betriebssystem in der heutigen Zeit zurecht. Zwar witzelte mein Sohn letztens "Achtung! Mami steht kurz vor dem Kurzschluß" als ich seine Wunde verarztete, nebenbei mit ihm über seine Hausaufgaben sprach, das Telefon klingelte, der Hund bellte, die Tochter "Jump-Style" zu lauter Musik übte und mir im Kopf der stressige Gedanke an den bevorstehenden Redaktionsschluss hängte. Aber Kurzschluss? Der ist leider nicht drinnen!

Männer sind da tatsächlich anders. Immerhin können sie gleichzeitig schlafen und schnarchen. Auch Nasenbohren und Autofahren. Aber noch rauchen? Da wirds dann schon ein wenig schwierig. Dazu noch einparken, daran will ich gar nicht denken
Ganz hart wird es dieser Tage mit der EM: Fernsehen, mit dem Haustier spielen und der Frau zu antworten? Da hängt nicht nur der Haussegen schief und es kommt zu einem "Kurzen" - wir sprechen gleich von einem Komplettausfall.
Nein ich will nicht unsachlich und ungerecht sein. Klar können Männer all das was Frauen auch können. Bloß sie wollen nicht oder brauchen nicht.
Angeblich hat ihnen die Natur daher auch den corpus collosum - das ist der Nervenstrang, der unsere Gehirnhälften miteinander verbindet - ein wenig dünner produziert. Dadurch können sich im corpus collosum der Frauen bis zu 30% mehr Verbindungen befinden als bei Männern und klappt der Informationsaustausch zwischen den beiden Gehirnhälften besser bei Frauen. 
Angeblich.... und angeblich fand dieser Austausch der weiblichen Computerstränge auf Bandnudelqualität in der Höhlenzeit bereits statt. Zwar gab es damals noch keinen PC, aber dafür wenig zu essen. Und während Männer auf der Jagd waren und sich nicht von ihrer Beute ablenken ließen und sich voll darauf konzentrierten, mussten Frauen in der Nähe ihrer Höhlen bleiben und auf viele Dinge gleichzeitig achten: Auf die Kinder, aufs Feuer, auf andere Frauen in der Umgebung und auf mögliche Angriffe von Tieren.
Also ehrlich, was heißt "angeblich"? Wir Frauen haben einfach oft gar keine andere Wahl als zu perfekten "Multitasking-Junkies" zu reifen.

Mittwoch, 18. Juni 2008

Coacht du mich? Oder ich dich? Oder coachen wir uns gegenseitig....

Jö, nun gibt es auch im Verkehr bereits ein Coaching.
Gerade eben haben es meine Ohren aus dem Radio vernommen, frisch aus dem Äther der Nachrichten.
Also nein, nicht doch das was Sie denken.
Verkehrscoaching findet auf der Straße statt. Und vermittelt dort die Gabe, bewusst Auto zu fahren und nebenbei noch Kraftstoff einzusparen. Eine Gabe, die bei den gestiegenen Kraftstoffpreisen gar nicht schlecht klingt. Blöd nur, dass ein solches Coachsemiar gleich so viel kostet wie ein ganzer Tank.
Aber was solls. Coaching ist eben so in, dass man dies nicht hinterfrage sollte und lieber nachdenken sollte, wo man überall gecoacht werden möchte. Denn nicht nur für Politiker und Unternehmer, Gewerkschaftsbosse und Bankdirektoren ist dies heutzutage wichtig, auch der kleine Mann von nebenan braucht heute schon einen Lebensreisebegleiter in Form eines Coaches.
Der Begriff "Coach“ stammt nämlich aus der englischen Sprache und bedeutet dort Kutsche. Dieser Begriff beschreibt also ein Instrument, das es Menschen ermöglicht, von einem an einen anderen Ort zu gelangen.
Coaching kann daher auch als Entwicklungsinstrument bezeichnet werden.
Vorbei sind also die komplizierten Zeiten, in denen wir noch unsere Familien, Freunde und Kollegen fragen mussten, wenn wir nicht mehr weiter wussten. Auch die Pfarrer oder Friseure, die stets einen guten Rat parat hatten und je nach Glauben und Gusto ihren hilfreichen Senf zu der Sache taten, haben ausgedient.
Heute ist guter Rat teuer, sehr teuer! Und hat daher gleich einen neuen Berufsstand ins Leben gerufen.
Dass die Sache nicht so einfach ist, zeigt sich sichtlich daran, dass es noch immer kein verbindliches Berufsbild mit Qualitätsstandards und Qualitätssicherungssysteme für Trainer und Coaches gibt.
Ich werde geduldig warten, denn es interessiert mich schon sehr, wie meine Authentizität nicht nur trainiert, sondern auch qualitätsmäßig gemessen werden kann.
Hoffentlich braucht es dazu dann keine Peitsche für den Kutscher - hoppala, ich meine Coacher.