Mittwoch, 18. Juni 2008

Coacht du mich? Oder ich dich? Oder coachen wir uns gegenseitig....

Jö, nun gibt es auch im Verkehr bereits ein Coaching.
Gerade eben haben es meine Ohren aus dem Radio vernommen, frisch aus dem Äther der Nachrichten.
Also nein, nicht doch das was Sie denken.
Verkehrscoaching findet auf der Straße statt. Und vermittelt dort die Gabe, bewusst Auto zu fahren und nebenbei noch Kraftstoff einzusparen. Eine Gabe, die bei den gestiegenen Kraftstoffpreisen gar nicht schlecht klingt. Blöd nur, dass ein solches Coachsemiar gleich so viel kostet wie ein ganzer Tank.
Aber was solls. Coaching ist eben so in, dass man dies nicht hinterfrage sollte und lieber nachdenken sollte, wo man überall gecoacht werden möchte. Denn nicht nur für Politiker und Unternehmer, Gewerkschaftsbosse und Bankdirektoren ist dies heutzutage wichtig, auch der kleine Mann von nebenan braucht heute schon einen Lebensreisebegleiter in Form eines Coaches.
Der Begriff "Coach“ stammt nämlich aus der englischen Sprache und bedeutet dort Kutsche. Dieser Begriff beschreibt also ein Instrument, das es Menschen ermöglicht, von einem an einen anderen Ort zu gelangen.
Coaching kann daher auch als Entwicklungsinstrument bezeichnet werden.
Vorbei sind also die komplizierten Zeiten, in denen wir noch unsere Familien, Freunde und Kollegen fragen mussten, wenn wir nicht mehr weiter wussten. Auch die Pfarrer oder Friseure, die stets einen guten Rat parat hatten und je nach Glauben und Gusto ihren hilfreichen Senf zu der Sache taten, haben ausgedient.
Heute ist guter Rat teuer, sehr teuer! Und hat daher gleich einen neuen Berufsstand ins Leben gerufen.
Dass die Sache nicht so einfach ist, zeigt sich sichtlich daran, dass es noch immer kein verbindliches Berufsbild mit Qualitätsstandards und Qualitätssicherungssysteme für Trainer und Coaches gibt.
Ich werde geduldig warten, denn es interessiert mich schon sehr, wie meine Authentizität nicht nur trainiert, sondern auch qualitätsmäßig gemessen werden kann.
Hoffentlich braucht es dazu dann keine Peitsche für den Kutscher - hoppala, ich meine Coacher.

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