Es kommt darauf an, das Hoffen zu lernen...
Frisch und fröhlich möchte ich Sie begrüssen. In diesem neuen und jungen Jahr. Freilich ist es nicht alles gar so neu und jung. Genauergenommen nur die letzte Ziffer in unserer Datumsanzeige. Und trotzdem hat auch dieser Jahreswechsel wieder viel Trubel gebracht. Wie ist es Ihnen eigentlich rund um Neujahr ergangen? Haben Sie neue Pläne geschmiedet? Vorsätze gefasst? Das alte Jahr Revue passieren lassen? War es ein schönes Jahr für Sie? Oder eher nicht? Also ich war froh, dass es sich von selbst aufgrund der Weiterzählung hinwegbewegte. Denn 2007 kann ich getrost als das Jahr der Katastrophenmeldungen bezeichnen. Also ehrlich, was da für Pressemüll auf meinem Schreibtisch landete. Lauter Presseinformationen vollgepackt mit Schreckensszenarios "so Angst erregend wie ein Science-Fiction-Film", wie UN-Generalsekretär Ban Ki-moon jüngst sagte. Zudem haben wir täglich von Armut und Kriegen gehört, von Naturkatastrophen wie den Waldbränden in Griechenland und Kalifornien sowie den Überschwemmungen in Bangladesch und Mexiko. Dazu kam das “Jahr des Klimawandels“. Wo ist eigentlich die Pandemie in dem Disaster geblieben? Na, es reichte auch so. Also kurz und gut: 2007 wurde Angst geschürt, wo es nur ging. Angst ist aber etwas, was uns nicht gut tut. Und schon gar nicht in dem großen Ausmaß. Und im Winter. Denn was viele von uns nicht wissen und doch spüren: Der Winter ist die Zeit, in der uns die Angst gerne besucht und um Aufmerksamkeit bittet. Daher habe ich im vergangenen Jahreswechsel einmal ganz anders gemacht. Ich habe nichts Revue passieren lassen und keine Pläne geschmiedet. Ich habe mir das Zitat vom deutschen Philosoph Ernst Bloch ganz fest zu Herzen genommen. Und ich werde mich bemühen, Ihnen dieses im Jahr 2008 zu vermitteln: "Es kommt darauf an, das Hoffen zu lernen. Das Hoffen auf eine bessere Welt." In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein Prosit Neujahr und alles Gute.
1 Kommentar:
hi, ich lese ihre blogs sehr gerne, weil sie immer sehr intelligent und herzlich sind. diesmal ist ihnen mit dem thema hoffen lernen etwas sehr einfühlsames gelungen.
wer die hoffnung aufgibt, hat im leben schon verloren. ob im beruf, im verlauf einer krankheit oder in der liebe - ohne hoffnung gibt sich der mensch auf. nur durch die hoffnung setzen wir auch ziele, die wir erreichen wollen.
ich möchte ihren grundrichtigen und gescheiten gedankengang vielleicht nur dadurch ergänzen: man muss auch selbst etwas dazu beitragen, um die hoffnung umzusetzen, das ziel zu erreichen. und wenn die gesetzte aufgabe auch unlösbar scheint - mit der hoffnung im herzen können wir jedes richtige ziel erreichen.
es grüßt sie ganz herzlich ein treuer leser
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