Montag, 28. Januar 2008

So soll man leben...

...sich impfen lassen soll man, ausreichend schlafen soll man, nicht rauchen und Alkohol trinken soll man und natürlich keine Drogen nehmen soll man und viel Bewegung soll man machen. Und vor allem soll man sich gesund ernähren. Natürlich wissen Sie das alles, sonst würden Sie sich für unsere gesunden Zeilen gar nicht interessieren. Aber wussten Sie auch, dass man nie mehr als 3 Bananen essen soll, weil vier Bananen zu einem Kaliumschock und letztlich zum Herzstillstand führen können? Oder dass man nie mehr als 25 Deka Kavier zu sich nehmen soll, weil das einen Eiweißschock bewirken kann? Ja selbst von Energy Drinks soll man besser die Finger lassen, da der hohe Kalziumgehalt eine Muskelstarre und in weiterer Folge einen Atemstillstand auslösen kann. Und sogar Mineralwasser kann gefährlich sein: Bei mehr als drei Liter bromhalten Mineralwasser besteht die Gefahr impotent zu werden. Letzteres trifft mich nun als Frau natürlich weniger hart. Aber ich möchte gar nicht wissen, wo und wann noch überall Gefahren lauern. Ist es nicht ein wahres Wunder, dass man noch lebt? Und das obwohl man ja meist gar nicht so lebt, wie man soll?

Dienstag, 15. Januar 2008

Warm-up und Cool down!

Kalt ist´s draussen und finster! Also es ist so richtig Winter, mit Schnee, wenig Sonne und eisigen Temperaturen. Alle Leute laufen dick vermummt und fest eingepackt durch die Straßen. „Gehen die alle hier zu einem Begräbnis? Die sind ja alle schwarz angezogen?“ fragte neulich meine Tochter. „Im Winter trägt man eher dünklere und warme Kleidung,“ bemerkte ich trocken dazu. „Na dann befindet sich die Stadt wohl in einem alljährlichen jahreszeitlichen Trauerzug?“ blinzelte sie mir aus ihrem rosa Wintermäntelchen keck entgegen. Was meine süße Tochter da so lieb von sich gab, hatte schon viel Wahres an sich. Ein klares Rot, Flaschengrün, Magenta oder Pink würde im weißen Schnee weitaus schöner herausstechen und uns die dunklen Tage um einiges farbenfroher gestalten. Stattdessen dominieren aber die Farben Moosgrün, Schlammbraun und das pfiffige Steingrau neben dem Alltagsschwarz. Warum bloß beginnen wir gerade in der düstersten Zeit modisch in den Tarnfarben des Braunkohlerevier herumzugrundeln?
Ein physikalischer Trick steckt dahinter, erklärte mir neulich eine Freundin dazu. Ein schwarzer Stoff hält warm, da mit dem Licht auch Energie transportiert wird und Schwarz das gesamte sichtbare Spektrum des Lichts schluckt bzw. absorbiert. Warm-up und Cool down steckt somit instinktiv in uns? Aber könnten wir uns dann nicht einmal etwas vom Eisbären abschauen?

Dienstag, 8. Januar 2008

Es kommt darauf an, das Hoffen zu lernen...

Frisch und fröhlich möchte ich Sie begrüssen. In diesem neuen und jungen Jahr. Freilich ist es nicht alles gar so neu und jung. Genauergenommen nur die letzte Ziffer in unserer Datumsanzeige. Und trotzdem hat auch dieser Jahreswechsel wieder viel Trubel gebracht. Wie ist es Ihnen eigentlich rund um Neujahr ergangen? Haben Sie neue Pläne geschmiedet? Vorsätze gefasst? Das alte Jahr Revue passieren lassen? War es ein schönes Jahr für Sie? Oder eher nicht? Also ich war froh, dass es sich von selbst aufgrund der Weiterzählung hinwegbewegte. Denn 2007 kann ich getrost als das Jahr der Katastrophenmeldungen bezeichnen. Also ehrlich, was da für Pressemüll auf meinem Schreibtisch landete. Lauter Presseinformationen vollgepackt mit Schreckensszenarios "so Angst erregend wie ein Science-Fiction-Film", wie UN-Generalsekretär Ban Ki-moon jüngst sagte. Zudem haben wir täglich von Armut und Kriegen gehört, von Naturkatastrophen wie den Waldbränden in Griechenland und Kalifornien sowie den Überschwemmungen in Bangladesch und Mexiko. Dazu kam das “Jahr des Klimawandels“. Wo ist eigentlich die Pandemie in dem Disaster geblieben? Na, es reichte auch so. Also kurz und gut: 2007 wurde Angst geschürt, wo es nur ging. Angst ist aber etwas, was uns nicht gut tut. Und schon gar nicht in dem großen Ausmaß. Und im Winter. Denn was viele von uns nicht wissen und doch spüren: Der Winter ist die Zeit, in der uns die Angst gerne besucht und um Aufmerksamkeit bittet. Daher habe ich im vergangenen Jahreswechsel einmal ganz anders gemacht. Ich habe nichts Revue passieren lassen und keine Pläne geschmiedet. Ich habe mir das Zitat vom deutschen Philosoph Ernst Bloch ganz fest zu Herzen genommen. Und ich werde mich bemühen, Ihnen dieses im Jahr 2008 zu vermitteln: "Es kommt darauf an, das Hoffen zu lernen. Das Hoffen auf eine bessere Welt." In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein Prosit Neujahr und alles Gute.