Mittwoch, 20. Februar 2008

Wie eine Wii?

Eine „Wii“ schmückt seit einiger Zeit das strahlende Aussehen unseres Fernsehers. Wie eine Wii? Kurz erklärt, dabei handelt es sich um das ultimative Hightech-Gerät als Spielkonsole: Anstatt auf der Couch zu lümmeln und das Geschehen am Fernseher im Sitzen zu steuern, ist für die Kids nun Bewegung pur angesagt. Beim Tennis-, Golfspielen, Baseball, Boxen oder Bowling müssen sie nun den „Wii“-Fernbedienung wie beim realen Sport schwingen. Das ist nicht nur ein Hit für meine lieben Kinder und deren Muskeln. Das Konzept findet auch außerhalb des Wohnzimmers Anklang. In den USA beispielsweise setzen immer mehr Pflegeheime auf die Konsole. Ergänzend zu etablierten Heilmethoden sorgen „Wii“-Spiele beim Training vor allem für Spaß und Motivation. Laut Therapeuten lässt die Freude am Spielen sogar die Patienten ihre Schmerzen vergessen. Und das Work-Out an der Konsole sei eine verspielte Weise Bewegungsabläufe, Koordinationsvermögen und motorische Fähigkeiten zu üben. Na, das finde ich echt toll! Lediglich verdutzt war ich kürzlich, als meine Kinder meinten sie würden mir gerne die Kochsimulation „Cooking Mama“ für die „Wii“ schenken. Mit der Begründung: „Das ist etwas für dich, Mami, da kannst du dann auch etwas spielen und Knödeln mit der Fernbedienung formen!

Montag, 4. Februar 2008

Schluckerl, Stückerl, Futzerl,...

Eine heisse Diskussion entfachte neulich bei uns im Büro. Wir sprachen über die österreichische Rechtschreibung und Grammatik und starteten bei dem Wort "Glumpat". Oder heisst es gar "Klumpert" oder "Glumpert"? Kurze Zeit später landeten wir bei dem Wort "Krimskrams", also unnützes Zeug oder besser gesagt "Kramuri".
Schwelgten dann aber weiter über "Mischmasch" bis hin wie wir doch alle "meschugge" sind und blieben dann aber endgültig hängen bei den österreichischen Masseinheiten.
Keine leichte Angelegenheit, wahrlich, ich sage es Ihnen und wage gleich zu behaupten, dass es nur wenige Sprachen gibt, die so unverbindliche Maßeinheiten hervorgebracht hat, wie unsere Österreichische.
Kennen Sie beispielsweise die Aufforderung: Noch ein Wengerl? Also z.B. ein Wengerl sitzen, ein Wengerl da zu bleiben, noch ein Wengerl lustig zu sein? Ja? Vielleicht finden Sie daran auch gar nichts Bemerkenswertes mehr. Noch dazu wo sich dieses Wengerl auch ausreichend von "ein Wenig" herrührend erklären lässt.
Aber schwelgen wir doch weiter zum Weg. Also wenn der Weg breit ist, ist er ja auch gleichzeitig lang, oder? Als Beispiel: "Heast, wo woast denn? - Na des woar a brader Weg!"
Und wie ist das wenn jemand bei einem auf einen "Hupfer" vorbeischaut? Hier stört es niemanden, wenn das auch erst in zwei Stunden ist.
Schwieriger wird es mit den Maßeinheiten jedoch, wenn jemand um ein "Euzerl" daneben liegt. Kann man zum Beispiel auch um zwei "Euzerl" daneben liegen? Waren in grauer Vorzeit einmal 10 Euzerl? Und gibt es die eine Euz?
Und wie groß ist ein "Futzerl"? Wann mutiert es zum "Eckerl" und wann zum "Stückerl"?
Und warum ist ein "Flascherl" Wein in Österreich meistens ein Doppelliter?
Puh, an der Stelle haben wir dann die Diskussion aufgegeben und sind hitzig in die Redaktionsküche gelaufen, um ein "Schluckerl" Wasser zu uns zu nehmen. Naja, so genau weiß ich das nun auch nicht mehr. War es nicht vielleicht doch ein "Tröpferl" oder ein "Tropfen" Wasser? Oder sprechen wir nun von einem ganzen "Glaserl"?