Mittwoch, 6. Juni 2007

Gut drauf im Juni

SALUTO! ICH GRÜßE SIE GANZ HERZLICH!
Gleichzeitig bin ich stolz, zumindest schon den Anfang des Wortes “Salutogenese“ richtig anwenden zu können. Sie kennen das Wort nicht? Ich auch nicht. Klingt aber unwahrscheinlich kompliziert und wichtig, nicht wahr? Spätestens als die zweite Pressekonferenzeinladung hier bei uns in der Redaktion eintraf mit dem Thema Salutogenese, wusste ich es: Ich sollte mich mit der steilen Karriere dieses Wortes beschäftigen. Umso erstaunter war ich, als ich erfuhr, was Salutogenese bedeutet. Nämlich einfach nur: Gesundheitsentstehung. Oder der Ursprung von Gesundheit. Oder halt all das, was uns widerstandsfähig macht gegen seelische und körperliche Erkrankungsrisiken. Geben tut es das Wort schon seit mehr als 30 Jahren. Als Erklärung las ich weiters: Salutogenese steht als Gegenbegriff zu Pathogenese, wobei das salutogenetische Modell der Idee der Heterostase verpflichtet ist. Pathogenese? Heterostase? Jetzt reicht es aber. Das ist ja wie bei meinem letzten Einkauf einer passenden Sonnencreme. Nur wer sich im Dschungel durch die komplizierten Sonnencreme-inhaltsstoffe-Erklärungen durchgeschlagen hat und Experte geworden ist, darf auch die richtige Sonnencreme kaufen und anwenden.
Bitte sprechen wir doch einfach.....Saluto und genesen Sie gut!
Alles Liebe und viel Spaß beim Weiterlesen von “Gut drauf im Juni“ nun
Ihre Evelyne

NETTE VIERBEIN-BESITZER
Drei Redaktionschlüsse ist es nun her, dass unser kleiner Hund schon bei uns ist. Drei lehrreiche Monate muss ich sagen. Plötzlich bin ich in eine scheinbar andere Welt eingetaucht. In die Welt der netten Hundebesitzer. Diese Gesprächigkeit, Offenheit, Lockerheit und Herzlichkeit unter den Hundebesitzern kannte ich bisher kaum. Wann immer ich nun eine Arbeitspause einlege und die Hundezone mit unserem Hund betrete, werde ich dort von allen anwesenden Herrchen und Frauchen nett begrüßt und man plaudert und lacht gleich ungezwungen miteinander. Wie ist es nur möglich, dass unter Tierbesitzern ein offeneres Verhältnis besteht als unter Eltern? Denn wenn ich früher mit den Kindern am Kinderspielplatz auftauchte, wurde ich oft nur brummig angeschaut. Auch wurde mir angeraten, ich solle mit dem Hund eine Hundeschule besuchen, um zu wissen, wie man richtig erzieht. Anfangs meinte ich noch, ich hätte nun meine Kinder 14 Jahre lang erzogen und mit einem Hund werde ich doch allemal noch fertig werden. Heute, drei Monate später und mindestens 30 weitere Mal auf die Hundeschule angesprochen, bin ich schon zweifelnder. Gut, ich werde im Sommer in diese Schule gehen. Warum hat mich aber noch nie jemand nach der Geburt meiner Kinder gefragt, ob ich eine Kinderschule besuchen möchte, um meine Kinder richtig erziehen zu können? Dass der eigene Nachwuchs richtig erzogen wird, daran sollte uns doch eigentlich viel mehr liegen.

LEBENSLAUF PRODUKTIONSKETTE
Kennen Sie das System des “lückenlosen-wo-komme-ich-her-Nachweis“? Wenn man sich beispielsweise ein Auto bestellt, kann man bei der Herstellung am Computer sehen, wo sich das Auto in der Produktionskette gerade befindet. Das dient eigentlich nicht zum Spaß, sondern dabei handelt es sich um ein einheitliches, durchgängiges und betriebsübergreifendes Kontroll- und Rückverfolgbarkeitssystem um die optimale Qualität zu gewährleisten. Ganz nach dem Motto: “Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser” entwickelt sich auch unsere Nahrungsbeschaffung. Denn auch hier gibt es bereits ein System, mit Namen QS-Prüfsystem, welches eine stufenübergreifende Kontrolle bei Fleisch und Fleischwaren, aber auch bei Obst, Gemüse und Kartoffeln gewährleistet. In Deutschland wird es bereits angewendet. In Österreich warten wir noch darauf. Zusätzlich zu den europäischen Rechtsvorschriften und nationalen Gesetzen dokumentiert und kontrolliert das QS-Prüfsystem jede Herstellungs- und Vermarktungsstufe - von Feld und Stall bis zur Ladentheke. Und jedes Lebensmittel, das mit dem blauen QS-Prüfzeichen gekennzeichnet ist, hat somit einen echten "Lebenslauf“. Ich bin mir sicher, dass wir auch einmal die Stufen des Prüfsystems unserer Produktion, “ähm“ ich meine Schwangerschaften, im Lebenslauf eines jeden Menschen dokumentieren werden. Transparenz auf allen Ebenen. (Quelle: www.qs-fleisch.inf)

SCHALLPLATTEN-EFFEKT
Warum ich bei meinen Kindern manches zig-mal sagen muss, bis diese mich endlich verstehen, war mir ja bis jetzt ja nicht so ganz klar. Die ewige Leier dieser Schallplatten-Erziehungsform kann manchmal ganz schon anstrengend sein. Aber sie hilft. Amerikanische Wissenschaftler fanden nun heraus, dass Menschen sich besonders dann von einer Meinung überzeugen lassen, wenn sie diese mehrmals hören. Dabei ist es egal, ob mehrere Personen diese Auffassung teilen oder ob immer wieder die gleiche Person die Meinung äußert. Demnach erhöht das Wiederholen einer Meinung die eigene Glaubwürdigkeit und die Zuhörer bewerten den Standpunkt als allgemein bekannt, auch wenn dieser es in Wirklichkeit nicht ist. Dieser Effekt tritt aber auch dann ein, wenn nur eine Person einen Standpunkt mehrmals wiederholt. Die Forscher vermuten, dass eine mehrmals wiederholte Meinung dadurch leichter im Gedächtnis haften bleibt und ein Gefühl der Vertrautheit entsteht. (Quelle: Journal of Personality and Social Psychology).

ABRAKADABRA UND TOI, TOI TOI
Sind Sie abergläubisch? Wünschen Sie sich auch etwas, wenn Sie eine Sternschnuppe sehen? Klopfen auch aufs Holz oder vermeiden wichtige Termine auf einen Freitag, den 13. zu legen? Wünschen “Toi, toi, toi“ oder “Hals- und Beinbruch“ oder “drücken die Daumen“ vor einem wichtigen Auftritt und verschenken Kleeblätter? Ich schon! Obwohl die Naturwissenschaft immer mehr in die Geheimnisse des Lebens eindringt, werden abergläubische Handlungen, Sprüche und Rituale heute noch immer ganz selbstverständlich im Alltag benutzt. Die Volkskundlerin und Autorin Dorothea Steinbacher erklärt in ihrem neuen Buch “Abrakadabra und Toi, toi, toi“ die eigentliche Bedeutung und die historischen Wurzeln unserer Bräuche und Redensarten. Auf anschauliche und unterhaltsame Art erfährt man Erstaunliches über Glücks- und Unglücksbringer, Traditionen, magische Zahlen und Rituale. Eine höchst vergnügliche und zugleich lehrreiche Reise in die Geschichte des Brauchtums, die ich Ihnen empfehlen kann. Erschienen im Heyne Verlag. ISBN 978-3-453-12110-2

JUCKT ES UND KRATZT ES SIE AUCH?
Haben Sie sich schon einmal gefragt, warum wir uns kratzen, wenn´s juckt? Privatdozentin Sonja Ständer, Leiterin der Juckreiz-Ambulanz an der Hautklinik der Universität Münster erklärt das so: “Der leichte Schmerzreiz, der durch das Kratzen ausgelöst wird, überdeckt den Juckreiz.“ Denn die Schmerzimpulse werden etwas schneller zum Rückmark geleitet und blockieren das Juck-Empfinden. Man kann meist gar nicht anders, als zu kratzen: Der Körper reagiert reflexartig auf das Kitzeln auf der Haut. Die Schwelle, bei der der Kratz-Reflex einsetzt, ist zwar individuell unterschiedlich. “Aber man kann ihn nicht durch reine Willensstärke auf Dauer unterdrücken“, erläutert Hautärztin Ständer. Vermutlich sei der Juckreiz vom Körper ursprünglich als eine Warnung beispielsweise vor Insekten auf der Haut angelegt. Man kratzt, und dadurch wird der Fremdkörper entfernt. “Mit dem Wohlgefühl, dass man durch das Kratzen empfindet, belohnt sich der Körper möglicherweise für diese schnelle Reaktion“, sagt die Wissenschaftlerin und betont, dass beim Thema Juckreiz noch viele Fragen offen seien. Erst seit Mitte der 90er Jahre wisse man beispielsweise, dass Juckreiz auf eigenen Nervenbahnen weitergeleitet werde. Davor ging man immer davon aus, dass Juckreiz und Schmerzempfinden auf demselben Weg verarbeitet werden. Ob wir uns deshalb kratzen und nicht beißen, zwicken oder schlagen, wenn´s juckt? Weitere Infos unter www.juckreiz-informationen.de.

COOLE NÄCHTE UNTER BAMBUS
Wenn tagsüber stark die Sonne scheint, geht es in unseren Wohnungen und Häuser abends heiß her. Sie heizen sich bis zu einer Temperatur auf, die vielen von uns unerträglich erscheint und den Schlaf rauben kann. Wenn wir dann nachts bei hohen Temperaturen unter zu dicken Decken oder aber bei offenem Fenster ganz ohne liegen, dann lässt die Sommererkältung nicht mehr lange auf sich warten. Denn Schweiß auf der Haut zusammen mit Zugluft ist ja die denkbar schlechteste Kombination. Für heiße Nächte sind daher leichte Bettdecken, die angenehm kühlen und Schweiß aufnehmen können, angesagt. Wie beispielsweise die neue, leichte und samtweiche Sommerbettdecke Bamboo von dem österreichischen Unternehmen HEFEL Textil. Sie ist aus Bambusfasern hergestellt. Diese tolle Naturfaser hat die Fähigkeit, sich Temperatur und Feuchtigkeit perfekt anzupassen und kann unsere Haut um etwa 2°C kühler als Baumwolle halten. Die HEFEL Decke Bamboo besitzt übrigens noch dazu natürliche antibakterielle Eigenschaften, die auch beim Waschen bei 60 Grad – ist übrigens auch in der eigenen Waschmaschine möglich - nicht verloren gehen. Durch eine zusätzliche Veredelung mit Aloe Vera wird das natürliche Gleichgewicht der Haut noch weiter optimiert. Klingt das nicht kuschelig kühl? Weitere Infos unter www.hefel.com

DUBIOSES PER MAUSKLICK
Oben Kahlschlag und unten tote Hose? Haarausfall und Potenzprobleme scheinen für manche Männer solch ernsthafte Bedrohungen darzustellen, dass sie auch bereit sind, sich auf dubiose Angebote im Internet einzulassen. Doch bitte Männer seid vorsichtig: Gerade im Web wimmelt es von skrupellosen Geschäftemachern und die Gefahr ist groß, illegale oder falsch dosierte Präparate zu erhalten - mit unabsehbarem Schaden für die Gesundheit. So führte das Zentrallabor Deutscher Apotheker zur Prüfung der Arzneimittelqualität im Internet am Beispiel von Propecia, einem Präparat mit nachgewiesener Wirkung gegen erblich bedingten Haarausfall beim Mann, online Testkäufe und anschließende Laboranalysen durch. Von den 14 überprüften Produkten konnten sechs als Fälschungen identifiziert werden, vier enthielten überhaupt keinen Wirkstoff. Zwei enthielten einen zusätzlichen nicht identifizierbaren Inhaltsstoff. Auch die Preise enttäuschten: So verlangten manche "schwarzen Schafe" anstelle des Apothekenabgabepreises von 56,83 Euro (Stand November 2006) für 28 Tabletten bis zu 110 Euro! Fazit: Wer unkontrollierte Internetpräparate bestellt, kann nicht nur viel Geld verlieren, sondern riskiert auch seine Gesundheit. Weitere Informationen zum Thema Arzneimittelfälschung im Internet unter: www.medikamentenqualitaet.de

AM 5. JUNI WAR WELT-UMWELTTAG!
In Österreich stand er heuer unter dem Motto "Weniger CO2 - ich bin dabei!". Informationen zu den vielen Veranstaltungen gibt es auf der Homepage www.umwelttag.at. Hier finden Sie aber auch einige leuchtende und nützliche Energiespartipps. Apropos sparen: Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass wir oftmals mit einer “Verbaucher-Doppelmoral“ leben. Denn wir greifen selbstverständlich zu, wenn uns im Supermarkt eine billige Aktion anlacht, wenn praktische Regenbekleidung zu Niedrigstpreisen angeboten wird oder der Blumenstrauß für 3,99 Euro zu haben ist. Gleichzeitig wissen wir aber auch, dass man keine Produkte kaufen sollte, wenn sie von Kindern hergestellt wurden. Wenn Arbeiter einen Hungerlohn dafür bekommen oder ihre Gesundheit riskieren. Wenn Chemieriesen die Luft verpesten, Erdölgiganten Meere verschmutzen oder Tiere für die Erprobung von Kosmetika leiden müssen. Beginnend mit dem heurigen Welt-Umwelttages nehme ich mir daher vor, mich und meinen Hausverstand öfters zu fragen, ob ich mich als Konsumentin immer so verhalte, wie ich es als aufgeklärte Bürgerin selbst befürworten würde.